
First Responder besichtigen Rettungshubschrauber Christoph 15
Dem Klinikum St. Elisabeth stiegen 15 First Responder aus den Löschzügen Zentrum und Ittling aufs Dach.
Dort wartete beim Hanger der ADAC-Luftrettung zum einen der Rettungshubschrauber Christoph 15 und Oberarzt Christoph Kerscher, der Leitender Hubschrauberarzt Christoph 15. Die Gruppe unter Leitung der Feuerwehrärztin Verena Niklaus bekam viele Informationen über die Ausstattung und Einsatzmöglichkeit des „gelben Engels“. Dabei interessierten zum einen technische Ausstattung der modernen H135, der „neue Christoph15“ hat derzeit erst 50 Flugstunden am Flug-Tacho. Sondern auch Einsatztaktik und natürlich interessierten sich die „Feuerwehr-Sanitäter“ auch über die medizinische Ausrüstung der Maschine.
Dr. Kerscher informierte gern und ausführlich und ließ die Feuerwehrler auch am Sitzplatz des Notarztes einsteigen, informierte über Windeneinsätze, eine Spezialität des Straubinger Rettungshubschraubers und auch darüber, warum ein „kleiner Hubschrauber“ viel besser ist für den Primäreinsatz als schnelles Taxi des Notarztes zum Einsatzort oder schnellem Transport in die nächste Fachklinik.
Der Pressebericht der ADAC-Luftrettung über das Vorjahr verrät: „Im Jahr 2024 belegt die ADAC-Luftrettung in Bayern mit insgesamt 12.015 Einsätzen erneut den Spitzenplatz in Deutschland, wo insgesamt 49.048 Notfalleinsätze verzeichnet wurden. Besonders hervorzuheben ist dabei die Luftrettungsstation „Christoph 15“ in Straubing, die mit 1.814 Alarmierungen den zweiten Platz bundesweit einnimmt – nur „Christoph 31“ in Berlin hatte mehr Einsätze. Auch bei den Windeneinsätzen steht die Straubinger Station mit 111 Einsätzen bundesweit auf dem zweiten Platz. Verglichen mit dem Vorjahr gab es einen leichten Rückgang von 7,6 Prozent bei den Einsätzen in Bayern. So gingen auch die Alarmierungen in Straubing um etwa 7,5 Prozent zurück, was vor allem durch witterungsbedingte Ausfälle und die zunehmende Professionalisierung im Rettungsdienst bedingt ist.
Die Ursachen für die Einsätze in Straubing zeigen ein klares Bild: Unfälle, vor allem Freizeit-, Sport- und Verkehrsunfälle, machten in 2024 rund 43 Prozent der Alarmierungen aus. Herz-Kreislauf-Notfälle, wie Herzinfarkte und Schlaganfälle, folgen mit einem Anteil von rund 20 Prozent. Ein markanter Trend der letzten Jahre ist die zunehmende Bedeutung der Windeneinsätze. Mithilfe der Winde erhalten Patienten in Notlagen rascher notärztliche Hilfe. Gleichzeitig ermöglicht die Windenrettung eine zügigere Bergung – ein entscheidender Vorteil bei Hochwasserereignissen und Unfällen in unwegsamem Gelände. 2024 waren es in Bayern insgesamt 552 Windeneinsätze. Insgesamt ist Bayern auch 2024 der wichtigste Einsatzort für die ADAC-Luftrettung, mit den meisten Alarmierungen aus dem Freistaat. Insgesamt flogen die Hubschrauber in Bayern mehr als 12.000 Einsätze, was 31 Prozent der bundesweiten Gesamtzahl ausmacht. Die Zahl der Windeneinsätze zeigt ebenfalls einen Anstieg. Von den sechs bayerischen Windenstationen, darunter Straubing, Murnau und München, wurde die Rettungswinde vermehrt für anspruchsvolle Einsätze genutzt, wie etwa bei Naturkatastrophen.“
Mit der Einladung zu einem Gegenbesuch in der Zentrumswache und mitgebrachten Eis bedankten sich die First Responder für den spannenden Einblick in das Thema Rettungshubschrauber und dem super Ausblick von der Hubschrauberlandeplatzform über ganz Straubing und die Region.
Text und Bilder: Ulli Scharrer


