» Über uns » Unsere Geschichte » 1980-1999

Baubeginn für eine neue Zugwache im Stadtteil Alburg. Anschaffung von zwei Tanklöschfahrzeugen (TLF 16/25 und TLF 24/50) zur Verstärkung des Fuhrparks. Das 120. jährige Bestehen wird mit einem großen Festzug auf dem Stadtplatz, einem Festgottesdienst und einem Festakt in der Hauptfeuerwache begangen. Stadtbrandrat Karl Schneider erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine herausragenden Verdienste.

Der Löschzug Nord feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einer Fahnenweihe. Am 22. Mai wird der alte Schlauchturm am Pfarrplatz abgerissen. Die Möbelfabrik ERVO brennt vollständig ab. Ebenso muss ein Großfeuer beim Sägewerk Graf bekämpft werden. Am 16. November wurde die neu gebaute Zugwache in Alburg bezogen.

FFW Straubing erhält durch Bundesumweltminister Alfred Dick die Umweltmedaille für hervorragende Verdienste im Bereich des Umweltschutzes. Im Ortsteil Ittling wird durch ein Großfeuer die Halle der ehem. Strauss-Tische GmbH vollkommen zerstört. Neben anderen Firmen befand sich unter anderem ein Teppichlager in der Halle, was eine gute Nahrung für das Feuer bedeutete.

Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges LF 16-TS für den Löschzug Alburg. Durch die großzügige Spende der Hotelbesitzerin Heimer konnte ein weiterer hydraulischer Rettungsspreizer angeschafft werden. Dieser wurde auch dringend benötigt, da die Spreizereinsätze immer mehr zunahmen.

Bei der Gärtnerei Kerscher in unmittelbarer Nachbarschaft zum Landratsamt brennt eine Lagerhalle. Durch den schnellen Einsatz konnte ein Übergreifen auf Düngermittel verhindert werden. Ersatz der DL 30 h durch eine DLK 23-12 n.B. BM Karl Froschauer verstirbt. Rupert Hierl wird nach 45-jähriger aktiver Dienstzeit zum Ehrenstadtbrandmeister ernannt.

1985: Foto Mannschaft und Fuhrpark anlässlich der 125-Jahr Feier.

Mannschaftsfoto_1985   Fahrzeuge_1985_von_vorne

In der Jahreshauptversammlung wurde der Stadtbrandinspektor Reinhold Wagensohn verabschiedet und in den wohlverdienten Ruhestand entsendet. In diesem Jahr feierten wir das 125-jährige Bestehen. So wurde vom 17. Mai bis 19. Mai ein wunderschönes Fest mit vielen Feuerwehren aus nah und fern gefeiert. Viele Vorbereitungen waren notwendig. So wurde im März bereits zum Patenbitten zur FFW Passau gefahren. Die Bitten des SBR Karl Schneider und dem Schirmherren Minister Alfred Dick konnten die Passauer nicht abschlagen und übernahmen die Patenschaft. In der Sparkasse wurde eine Ausstellung aufgebaut, bei der sich die Bevölkerung über die Arbeit der letzten 150 Jahre ihrer Feuerwehr informieren konnte. Am Freitagabend wurde mit einem Fackelzug den Toten gedacht. Am Samstag konnte bei strahlendem Sonnenschein auf dem Stadtplatz eine Geräteschau durchgeführt werden. Am Abend wurde in der alten Festhalle auf dem Ball lange getanzt und gefeiert. Leider wurde der Festzug am Sonntag verregnet.

Auch der LZ Kagers hatte in diesem Jahr Grund zum Feiern. Er feiert unter der Leitung von Löschzugführer Anton Griesbeck das 110 Jahr seines Bestehens. Während dieser Feier wurden wir zu einem versunkenen PKW in der Donau gerufen. Leider konnte der „12-jährige“ Fahrer nicht gerettet werden. Neben vielen Verkehrsunfällen und Kleinbränden mussten dieses Jahr zwei Großbrände bekämpft werden. Zum einen auf den Tag genau 20 Jahre später ein Brand bei der Ziegelei Jungmeier und eine Scheune beim Gasthof Reisinger in Sossau. Insgesamt 314 Alarme.

1985 Festschrift Deckblatt.JPG  

Das Jahr begann im Januar mit einem Brand einer Lagerhalle der Fa. ITT in der Schlesischen Straße. Nach dem Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl wurde durch die Stadt Straubing eine Katastrophenschutzübung angeordnet. Alle Hilfseinheiten hatten insgesamt drei Großschadenslagen zu bewältigen. So musste das THW 40 Personen in einem explodierten Wohnhaus retten. Durch das BRK wurden alle Personen zu einem „Hilfskrankenhaus“ zur Schleuse gebracht. Dieses Notlazarett wurde durch das BRK, die Johanniter und die Malteser aufgebaut und betrieben, denn in der nuklearen Abteilung im Klinikum war ein Brand ausgebrochen. Dort war die Feuerwehrund der ABC–Zug eingesetzt.

Die größten Einsätze waren jedoch bei der Skifabrik Völkl zu bewältigen, bei der insgesamt dreimal der Spänebunker brannte. Beim ersten Mal waren wir ein ganzes Wochenende mit den Lösch- und Ausräumarbeiten beschäftigt. Hierbei kam auch die BF Regensburg mit ihrem CO2 -Löschcontainer zum Einsatz. Als dann im Oktober erneut ein Brand gemeldet wurde, konnte ein komplettes Ausbrennen des Spänebunkers nicht verhindert werden. Bereits auf der nur 500 m langen Anfahrt waren der Rauch und die Flammen im oberen Bereich zu sehen. Zum Ende des Jahres brannte dann am Heiligen Abend kurz vor acht Uhr abends ein Möbelhaus im Straubinger Osten. Auf 4.000 qm brannten dort Möbel und Einrichtungsgegenstände in voller Ausdehnung bereits beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge. Dies bedeutete wieder Alarm für alle Löschzüge. Zu der Feuerwehr Romans in Frankreich war eine Abordnung gereist, um die Arbeit einer französischen Feuerwehr besser kennen zu lernen und die bereits bestehende Kameradschaft weiterzupflegen und zu vertiefen.

Dieses Jahr begann in der Neujahrsnacht mit einem schweren Verkehrsunfall gegen 4:00 Uhr früh im Steinweg. Unweit der HFW prallte ein PKW frontal gegen die Mauer der JVA. Der Fahrer konnte durch den schnellen Einsatz gerettet werden. Im Februar wurden wir auf die B20 zur Unterstützung in den Landkreis zu einem VU zwischen zwei LKW´s gerufen. Dort drehte bei dichtem Nebel ein LKW um der von einem Möbeltransporter übersehen wurde. Leider konnten wir dem Beifahrer nicht mehr helfen. Der schlimmste Unfall ereignete sich im März auf der B 8. Dort prallten in einer Linkskurve zwei PKW´s ineinander, wo bei es insgesamt sechs Tote gab. Er galt damals als schlimmster Unfall seit Menschengedenken.

Das Florianifest wurde im Mai im Stadtteil Ittling gefeiert. Hierbei wurden traditionell viele Ehrungen und Ernennungen durchgeführt.

Eine Explosion in einem Nachtlokal am Rot-Kreuz-Platz wurde vermutlich durch eine Brandstiftung ausgelöst. Der entstandene Brand konnte schnell gelöscht werden. Bei einem weiteren Brand einer Lagerhalle im Gut Eglsee dauerten die Löschmaßnahmen etwas länger. Hier musste aus einem offenen Gewässer das Wasser entnommen werden und über einige Löschleitungen transportiert werden. Eine Ausbreitung wurde verhindert. Als Vertreter der Patenstadt gratulierte Stadtbrandrat Karl Schneider der FFW Bogen zu seinem 120-jährigen Bestehen das groß gefeiert wurde. Als Geschenk überreichte er einen Stich der Stadt Straubing. Eine weitere Steigerung war in den Einsätzen erkennbar. Heuer waren es 382 Einsätze.

Dieses Jahr stand im Zeichen des Hochwassers. Über eine Woche bestand der Katastrophenalarm im Stadtgebiet und teilweise im Landkreis. Bei einem Höchststand von 7,03 Meter musste sogar das Gestütt evakuiert werden. Im Bereich Sossau wurde kurz nach der Bschlacht sogar der Damm geöffnet damit das Wasser besser ablaufen konnte. Im Ortsteil Öberau wurde der gesamte Viehbestand evakuiert und zu der Zuchtviehversteigerungshalle gebracht. In dem Zeitraum stellte der Zentrumslöschzug rund um die Uhr durch einem Schichtplan die Einsatzbereitschaft für alle Fahrzeuge sicher. Wir übernahmen den Grundschutz auch für einen Teil des Landkreises da diese Feuerwehren alle anden Dämmen eingesetzt waren. Durch eine Spezialpumpe der BF München unterstützt, konnte aber der Pegel in Öberau so niedrig gehalten werden, dass es zu keinem Dammbruch oder größerer Überflutung kam. In dieser Woche wurden 5.551 Einsatzstunden geleistet. Ein Wohnhausbrand in der Carl-Zeiss-Straße entpuppte sich Dank der Ermittlungen der Polizei als Brandstiftung und so konnten die Täter auch schnell gefasst werden. Kurz vor dem Volksfest verbrannten im Schulungssaal des BRK in der direkten Nachbarschaft die gesamten Gewinne des Losstandes. Mehrere Personen in den oberen Stockwerken wurden gerettet. Ein weiterer Brand ereignete sich bei der Firma Thyssen in Bogen. Bei diesem kunststoff-verarbeitenden Betrieb zündete ein Betrunkener eine Holzpalette im Freien an. Durch die Lagerung breitete sich das Feuer weiteraus und drang in das Hochregallager ein. Mit mehren Drehleitern und Wasserwerfern konnte der Großbrand gelöscht werden. Das Florianifest wurde beim Löschzug Alburg gefeiert. Hierbei lobte Oberbürgermeister Ludwig Scherl die Feuerwehrmänner als zäh, ideenreich und einsatzbereit beim Hochwassereinsatz. Im Juli konnten wir dies bereits wieder unter Beweis stellen, nachdem ein Sturm mit Orkanböen und Starkregen über die Stadt niederging und etliche Bäume umknickte und viele Keller überschwemmte.

Zur besseren Bewältigung der gestiegenen Alarmierungen, wurde die Einsatzzentrale mit dem computer gesteuerten Alarmierungssystem BASIS ausgestattet. Hierzu wurde die Einsatz- und Alarmzentrale für ca. 300.000 DM umgebaut und mit modernsten Geräten ausgestattet. Für seine hervorragenden Leistungen für die Feuerwehr der Stadt Straubing erhält Stadtbrandrat Karl Schneider die „goldene Bürgermedaille“. Alleine 25 Jahre als Kommandant an der Spitze der FFW Straubing war Karl Schneider tätig.

Sehr traurig begann das Jahr da wir bei einem Wohnungsbrand einem 30 Monate alten Kind nicht mehr helfen konnten. Es erstickte in seinem Bettchen bereits vor unserem Eintreffen. Dagegen war die Einweihung des Gerätewagens Gefahrgut beim Floriansfest eine überaus erfreuliche Tatsache. Durch das Land finanziert, waren wir nun für die immer steigenden Einsätze mit gefährlichen Stoffen besser gerüstet. Dies konnte dann auch gleich einige Wochen später unter Beweis gestellt werden, als es in einer Spedition zu einem Auslaufen einer giftigen Flüssigkeit gekommen ist. Geschützt mit den Vollschutzanzügen wurde das Leck abgedichtet und die Flüssigkeit mit Säurebindemittel aufgenommen. Auch bei einem umgekippten Tankzug mit Heizöl in der Hebbelstraße und auf der Autobahn ein Tankzug mit Superbenzin kam das Fahrzeug zum Einsatz. Neben diesen vielen technischen Hilfeleistungen und Unfällen wurden wir auch bei dem Großbrand in der Ziegelei in Bärndorf bei Bogen eingesetzt. Selbst vom Schlauchturm aus war das Feuer zu sehen. Der letzte Arbeitsaustausch mit SBR Karl Schneider fand wieder bei den französischen Kameraden in Romas statt. Als eine der letzten Amtshandlungen verlieh SBR Karl Schneider noch die Abzeichen für die Leistungsprüfungen ehe er zum Jahresende aus dem aktiven Dienstausschied. Die neue Feuerwehrvereinssatzung wurde durch die anwesende Mannschaft in einer außerordentlichen Versammlung verabschiedet.

Die 129. Jahreshauptversammlung war geprägt von der Verabschiedung des nach 27 Jahren an der Spitze der FFW Straubing stehenden Stadtbrandrat Karl Schneider und der Wahl seines Nachfolgers. Hans Filipcic trat das Erbe des nach 50 Jahren Mitgliedschaft bei der freiwilligen Feuerwehr in den wohlverdienten Ruhestand gehenden Karl Schneider an.

Anfang März fegte der Orkan „Wiebke“ über die Stadt und den Landkreis und bescherte uns viele Einsätze. Die Feuerwehr Geiselhöring war gerade beim Patenbitten als wir zu einem Brand eines großen Stadels in Geltolfing gerufen wurden. Viele schwere Verkehrsunfälle waren abzuarbeiten, die die eingesetzten Kameraden immer wieder an die Grenzen brachten. Heuer reiste eine Gruppe zum ersten Arbeitsaustausch nach Wels und arbeitete eine Woche bei den österreichischen Kameraden mit. Sehr interessante Einblicke konnten bei der hochmodernen Feuerwehr gewonnen werden. Beim St. Floriansfest wurde Karl Schneider zum Ehrenstadtbrandrat ernannt. Im Juli feierten wir das 125-jährige. Bestehend aus der FFW Geiselhöring deren Patenfeuerwehr wir waren. Dieses Jahr wurden wir 334-mal alarmiert.

Im Februar brannte ein Wohnhaus am Gscheiderbrückl fast vollständig aus. Zum Glück konnten alle Bewohner rechtzeitig ins Freie gebracht werden. Auch bei einem Wohnungsbrand in der Landshuterstraße kurz darauf konnte ein Mann gerettet werden. Erstmal wurde ein Arbeitsaustausch mit Kameraden aus Oberösterreich der Partnerstadt Wels in Straubing abgehalten. Im Zuge dessen, legte eine Löschgruppe die Prüfung zum bayerischen Löschabzeichen ab. In der neu gebauten forensischen Klinik kam es zu einem Zimmerbrand. Durch die vielen Verkehrsunfälle stiegen die Einsatzzahlen immer weiteran. Ein weiterer schwerer Wohnungsbrand musste in der Gartenstraße bekämpft werden. Zur überörtlichen Löschhilfe wurden wir nach Einhausen bei Rinkam alarmiert als ein Vierseithof in Vollbrand stand. Zur weiteren Mitgliederwerbung wurde eine Geräteschau auf dem Stadtplatz abgehalten. Hierbei wurden neben allen Fahrzeugen und Geräten auch die gesamten Schutzkleidungen in Form einer Modenschau präsentiert. 225 Mitglieder leisteten 4.089 Einsatzstunden bei 321 Alarmen. Hinzu kommen 11.245 Stunden für die Ausbildung.

Mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse wurde Karl Schneider für seinen überaus großen Einsatz für die Feuerwehr und den Bürgern ausgezeichnet. Bei der Spedition Wolf in der Mühlsteingasse brannte eine Lagerhalle nieder. Hierbei mussten mehrere Personen über eine Steckleiter gerettet werden. Ohne weitere Ausbreitung wurde der Brand gelöscht. Der kleine Schwelbrand innerhalb des Vereins konnte nicht gelöscht werden. Ein Großbrand musste im Ortsteil Alburg bekämpft werden. Dort zündelte ein Neunjähriger und entzündete dadurch eine Scheune. Auch im Ortsteil Unterzeitldorn brannte eine Scheune komplett nieder. Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich die Bürger über ihre Feuerwehr im Katastrophenschutzzentrum informieren. Ein Teil der Fahrzeuge und der Mannschaft musste zu einem Verkehrsunfall während der Veranstaltung ausrücken. Dieses Mal hatte der Lenker Glück, nicht so bei den vielen anderen Verkehrsunfällen zu denen wir gerufen wurden und Personen mit schwerem technischem Gerät befreien mussten. Ein Sturm mit einem schweren Hagelschauer zog über das Stadtgebiet und zerstörte etliche Dächer und Glasflächen. Auch wurden einige Keller überflutet. Hier waren wir wieder Stundenlang im Einsatz für die Bürger Straubings.

Anfang Januar konnte ein Mann nur mehr tot aus seinem total zusammen gedrückten Geländewagen geborgen werden. Einen weiteren Toten forderte ein schwerer Wohnungsbrand in der Hans-Sachs-Straße. Eine Frau, die wir im Treppenhaus fanden, verstarb einen Tag später. Im Anschluss mussten wir einen Kellerbrand in der JVA löschen.

Eine Gruppe von Fahrradfahrer machte sich auf die 200 km lange Strecke zur Feuerwehr Wels. Nach dem ersten Tag hatte man die Stadt Passau erreicht und übernachtete in der HFW. Am zweiten Tag radelte man am wunderschönen Donauradweg weiter. Ein Kamerad erwartete uns an der Donau und begleitete uns bis zur HFW Wels.

Ein Großbrand forderte den Einsatz aller Löschzüge. Ein Dachstuhlbrand in der Innenstadt bei Piano Werner musste gelöscht werden. Durch die sehr enge Bebauung eine schwierige Aufgabe. Alle Drehleitern von außen und etliche Atemschutzgeräteträger im Inneren konnten aber eine Ausbreitung und somit einen größeren Schaden verhindern. Bei einem weiteren Brand wurde das Steinzeithaus auf dem Gelände der ehem. Bundesgartenschau zerstört. Beim St.Floriansfest das beim LZ Nord gefeiert wurde, taufte man das neue Arbeitsboot mit Jet-Antrieb auf den Namen „Florian“.

Der Löschzug Alburg feiert sein 125-jähriges Gründungsfest. Im August verstarb Ehrenbrandmeister Rupert Hierl. Ein Hochwasser brachte wieder Wasserstände von fast 7 Meter und so wurde wie 1988 Katastrophenalarm ausgelöst. Gott sei Dank floss das Wasser jedoch sehr schnell wieder ab und so hielten die Dämme alle den Wassermassen stand.

Gleich im Januar fegte der Orkan „Lore“ über das Stadtgebiet hinweg und sorgte für viele Einsätze. Bei weiteren Einsätzen bewährten sich neue Geräte. Bei einem Kellerbrand wurde ein Überdrucklüfter erfolgreich eingesetzt. Ein Ölfilm auf der Donau in der Schleuse wurde mit dem Mopmatic vom LZ Nord aufgenommen und abgeschieden. Bei der Metzgerei Wimberger brennt der Dachstuhl im Unterm Rain. Ein Scheunenbrand im Ortsteil Ittling fordert den LZ Ittling und den LZ Zentrum. Während der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehender FW Ittling kam der Alarm. Gemeinsam konnte das nebenstehende Wohnhaus gerettet und das Feuer gelöscht werden. Am nächsten Tag wurde kräftig das Gründungsfest gefeiert. Ab dem ersten Oktober wird Jakob Probst als Stadtbrandinspektor eingesetzt. Anton Griesbeck kann aus beruflichen Gründen die Aufgabe nicht mehr ausführen. Wieder viele Verkehrsunfälle forderten etliche Menschenleben und von uns viele Einsatzstunden. 5.076 Einsatzstunden und über 10.000 Übungsstunden leisteten die 225 Aktiven.

1995 startet die Notfallseelsorge in Straubing Stadt und Land.

In der Jahreshauptversammlung fanden die Wahlen des SBR und SBI statt. Die Wahlen ergaben keine Änderung der Führung. Kurt Wührl blieb SBR und Jakob Probst SBI. Die Notfallseelsorge startet in Straubing Stadt und Landkreis. Bei einem Altmetallhändler brannte am Pfingstmontagnachmittag eine Lagerhalle. Gefüllt war die Halle mit ca. 50 m³ Magnesium in verschiedenen Größen. Dieser Metallbrand konnte nur mit Sand abgedeckt werden. Etliche Lastzüge und ein Radlader wurden organisiert und bedeckten das Feuer. In der Anfangsphase wurde eine Wasserwand zwischen der Halle und dem Gaswerk zum Kühlen der oberirdischen Gastanks betrieben. Unser Trockentanklöschfahrzeug, Baujahr 1964, wurde an die Rumänische Feuerwehr der Stadt Rimnicu-Vilcea gespendet. Als Ersatzbeschaffung für unsere alte Drehleiter mit Korb konnten wir im November die neuecomputerunterstützt gesteuerte Drehleiter (DLK 23/12 cc) einweihen. Mit 239 Mitgliedern konnte ein leichter Anstieg bei den Mitgliedern erzielt werden. Die Einsatzstunden beliefen sich auf 4386 bei 325 Alarmen.

In diesem Jahr wurde der Hafen Sand eröffnet.

Leider mussten wir Ehrenstadtbrandrat Karl Schneider zu Grabetragen. Er verstarb mit 69 Jahren. Wieder wurde ein Arbeitsaustausch mit Kameraden aus Wels durchgeführt. Diesmal besichtigten wir mit ihnen das Kernkraftwerk Ohu und fuhren mit unserem Arbeitsboot auf der Donau. Über 50 Keller mussten leer gepumpt werden als ein Regenschauer über unser Stadtgebiet zog. Ein Wohnhausbrand in der Veit-Stoß-Straße beschäftigte uns eine Nacht. Eine Gruppe von Kameraden fuhr zu einem Eisstockturnier nach Wels. Es wurde auch ein mächtiger Pokal gewonnen. Beim Floriansfest im Löschzug Ittling wurde ein Mannschaftstransportbus eingeweiht und übergeben. Bei dem Tag der offenen Tür konnten wieder die Bürger mit Vorführungen zum Staunen gebracht werden. Unsere alte DLK 30 mit Korb wurde nach Rumänien in die Stadt Rimnicu-Vilcea gespendet.

Das bayerische Fernsehen veranstaltete für bayerische Feuerwehren ein Geschicklichkeitsspiel. Wer wird der „Bayern Champion“ war hier die Frage. Und nach mehreren Durchläufen holten wir uns natürlich den Titel des „Bayern Champion“. Neben vielen Bränden, einer Gasexplosion am Stadtgraben forderte ein Unwetter wieder unsere Kräfte. Im Mai wurde ein „Tag der Rettungsdienste“ auf dem Stadtplatz abgehalten. Vom Rettungsdienst über das Technische Hilfswerk, bis zur Feuerwehr waren alle Fahrzeuge und Geräte ausgestellt und wurden dem interessierten Bürger erklärt. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreuzung Ehetal verbrannten zwei Personen in ihrem PKW bis zur Unkenntlichkeit. Die erste Frau wurde bei der aktiven Feuerwehr aufgenommen. Die Notfallseelsorger sind mit einem Piepser ausgestattet und werden nun voll integriert eingesetzt. Der Anbau der Halle in Hornstorf wurde beim Floriansfest eingeweiht. Endlich konnte nun das Arbeitsboot untergestellt werden.

Bei dem neugegründeten Bezirks-Jugendfeuerwehrverband Niederbayern wurde Michael Schiessl zum Vorsitzenden und Markus Muckenschnabel in den Vorstand gewählt. Sie vertreten ca. 4.000 junge Feuerwehrmänner und –frauen. Das traditionelle Eisstockturnier zwischen Straubing und Wels wurde durchgeführt. Zu einem Großbrand am Sachsenring wurden wir im August gerufen. Dort brannten eine Papierpresse und etliche gepresste Ballen Papier und Karton. Wegen akutem Wassermangel wurde sogar beim Nachbarn der Swimmingpool ausgesaugt. Bei einer gemeinsamen Übung mit Feuerwehren aus dem Landkreis wurde die Ölsperre in die Donau eingebracht. 20.642 Dienststunden wurden geleistet.

Wieder wurden Wahlen notwendig, da SBI Jakob Probst aus der Freiwilligen Feuerwehr austrat. Den Posten des Stadtbrandinspektors übernahm Karl Weber. Als im Oktober die Wahl zum SBR notwendig wurde, drehte sich wieder das Personalkarussell. Diesmal wurde zum Stadtbrandrat Karl Weber und zum Stadtbrandinspektor Rainer Heimann gewählt. Zwei Unfälle mit Flugzeugen beschäftigten uns kurz hintereinander. Beim ersten Einsatz stürzte ein Flugzeug kurz nach dem Start in den Donaudamm und beim zweiten klappte das Bugrad nicht aus. Das Sturmtief „Lothar“ zerstörte einige Dächer und Bäume. Etliche Keller und Tiefgaragen waren unter Wasser. Wieder brannten Behälter mit Magnesiumteilen.