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Um als Feuerwehrmann/-frau im Einsatz helfen zu können abolvieren die Feuerwehranwärter/innen aus der Jugendgruppe aber auch unsere Quereinsteiger gemeinsam den einmal im Jahr stattfindenden Grundlehrgang - MTA-Basis-Modul.

An 7 Samstagen werden den Teilnehmern z.B. Rechtsgrundlagen, Einsatztaktische Werte von Feuerwehrfahrzeugen sowie der Einsatz von Tragbaren Leitern in Theoretischer- und Praktischer Ausbildung näher gebracht. Auch ein 9h Erste-Hilfe-Kurs gehört zum Ausbildungsportfolio des Lehrgangs. Den größten und damit auch den ausbildungsintensivsten Lehrgangsteil nehmen die Bereiche „Technische Hilfeleistung“ und der Bereich „Löschaufbau“ in Anspruch. Werden im Bereich Löschaufbau - „Die Gruppe im Löscheinsatz“ von theoretischen Grundlagen der wasserführenden und wasserabgebenden Armaturen bis hin zum vollständigen Aufbau eines Löschangriffs unter Zeitdruck geschult, so steht im Bereich der Technischen Hilfeleistung alles unter dem Motto „heben, spreizen,drücken und ziehen. Hier lernen die FW-Anwärter den sinnvollen Geräteansatz und Einsatz der vielzähligen Geräte und Werkzeuge die der Feuerwehr im Notfall zur Verfügung stehen. Ein theoretische und praktische Ausbildung im Bereich Behördenfunk mit dem Erwerb des Sprechfunkzeugnises rundet das vollgepackte Ausbildungsprogramm ab. Nicht nur die langen und lernintensiven Ausbildungs-Samstage stellen die Anwärter vor eine hohe physische und psychische Herausforderung auch der die abschließende schriftliche und praktische Prüfung verlangen den Teilnehmern noch einmal alles ab, ehe man mit dem Lehrgangszeugnis den Grundlehrgang abschließt und den Mannschaftsdienstgrad „Feuerwehrmann“ bzw. „Feuerwehrfrau“ erhält.

Durch den erfolgreichen Abschlusses des Grundlehrgangs MTA-Basis-Moduls erlangt der Teilnehmer bei vollendetem 16. Lebensjahr die Ausrückefähigkeit und darf unter Einschränkungen am Alarm- und Einsatzdienst teilnehmen.

 

„Das Wissen muss zum Können werden“ - Das Praxis-Jahr

Getreu diesem Leitspruch starten die Teilnehmer in ihr praktisches Übungsjahr an den Zugwachen. Betreut werden sie hierbei von den jeweiligen Löschzugführern bzw den Dienstgraden vor Ort um das erlernte Wissen aus dem Grundlehrgang zu festigen und zu vertiefen.

 

MTA-Abschluss Modul

Nach dem absolvierten Praxisjahr starten die Teilnehmer in die letzte Hürde vor dem Erlangen ihres Truppführer Titels. In wenigen aber umso intensiveren überwiegend praktisch orientierten Ausbildungsteilen lernen die Feuerwehrmänner und Frauen das führen der kleinsten taktischen Einheit im FW-Wesen dem Trupp. Auch hier muss das erlernte noch einmal in einem schriftlichen und praktischen Leistungsnachweis unter Beweis gestellt werden.

Nach all diesen Strapazen gilt die Grundausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bayern als abgeschlossen.

Einer weiteren Qualifizierung zum Atemschutzgeräteträger oder Maschinisten aber auch der Besuch an einer der 3 staatlichen bayerischen Feuerwehrschulen steht nun nichts mehr im Wege.

Das Ausbilderteam der Grundausbildung besteht aus Markus Muckenschnabl, Michael Groß, Tobias Spranger und Markus Kaun die durch zahlreiche Dozenten und weiteren Helfer aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Straubing unterstützt werden.

 

 Flughelfer 4 Flughelfer 4 

Wir sind immer auf der Suche nach feuerwehrinteressierten Bürgerinnen und Bürgern, die im Stadtgebiet Straubing wohnen oder / und arbeiten und sich ehrenamtlich engagieren und anderen aus einer Notlage helfen wollen.

Falls wir dein Interesse geweckt haben, schreib einfach oder schau doch bei der Freiwilligen Feuerwehr Straubing vorbei!

Markus Muckenschnabl

Ansprechpartner für Grundausbildung

info( at )feuerwehr-straubing( dot )de

 


Testen Sie ihr Wissen aus den folgenden 10 Fragen - Grundlehrgang Feuerwehr:

1. Das Stichwort für einen Einsatz lautet "Gas strömt aus". Wie ist die korrekte Vorgehensweise?

a) Personenrettung; Absperren gefährdeter Bereiche; Einsatz von Atemschutz; Löschen der brennenden Gasleitung; GVU nicht erforderlich

b) Sofortige Sperrung der Gaszufuhr; Explosionsgefahr, daher schnelles Durchlüften der Räume; Personenrettung; Gas aus Leitung brennen lassen, wenn keine Gefahr für Umgebung; Verständigung GVU; Ausmessen gefährdeter Bereiche

c) Gefährdete Bereiche unter Ausmessen vorsichtig annähern; Durchlüftung einleiten; Leitung löschen, danach absperren; Personenrettung; Verständigung GVU

2. Der Innendurchmesser eines D-Schlauchs beträgt …?

a) 25mm

b) 30mm

c) 35mm

d) 40mm

3. Wofür steht das Kürzel NEF?

a) Notfall-Einzel-Fahrt

b) Normale-Einsatz-Fahrt

c) Notarzt-Einsatz-Fahrt

4. Wofür stehen die Zahlen bei DL 23/12?

a) 2300l Tankinhalt, 12 Mann Besatzung

b) 23m Nennsteighöhe, 12m Nennausladung

c) 2300l Tankinhalt, Pumpe 12 bar Druckleistung

5. Welches Löschmittel darf bei Schornsteinbränden nicht zum Einsatz kommen?

a) Sand

b) ABC-Löschpulver

c) Wasser

d) BC-Löschpulver

6. Wann muss bei einem Einsatz Warnkleidung getragen werden?

a) wenn Tätigkeiten im Straßenverkehr durchgeführt werden

b) wenn der Gruppenführer dies anordnet

c) wenn die Sichtverhältnisse schlecht sind

d) wenn der Einsatz im Zusammenhang mit Gefahrgut erfolgt

7. Was gilt bei Verletzungen der Wirbelsäule oder des Beckens?

a) das Rettungstuch ist zwingend einzusetzen

b) ein Einsatz des Rettungstuches kann ausgeschlossen sein

c) bedürfen keiner Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal, sondern können ausschließlich durch die Feuerwehr behandelt werden

d) sollten nach Möglichkeit mit medizinischem Fachpersonal abgesprochen werden

8. Weshalb muss eine unter Spannung stehende Leitung vollständig von der Kabeltrommel abgerollt werden?

a) um die Länge der Leitung feststellen zu können

b) um Beschädigungen durch Sichtkontrolle ermittelt zu können

c) um den Funkverkehr nicht zu gefährden

d) um der Gefahr einer unzulässig hohe Erwärmung entgegenzuwirken

9. Welcher Bereich einer Einsatzstelle wird als Trümmerschatten bezeichnet?

a) der Bereich, der von Einsturz bedroht ist

b) der Bereich, der nach einem Einsturz durch Trümmer nur schwer einsehbar ist

c) der Bereich, der nicht durch Einsturz oder herabfallende Trümmer bedroht ist

10. Feste, meist organische Stoffe, die unter Glutbildung verbrennen, werden in welche Brandklasse eingeordnet?

a) A

b) C

c) D

d) F

Grundlehrgang Feuerwehr Lösungen:

1. b

2. a

3. c

4. b

5. c

6. a, b, c

7. b, d

8. d

9. a

10. a