Atemschutzlehrgang 2026

Atemschutzlehrgang 2026

Neun neue Atemschutzgeräteträger, davon zwei Frauen

Neun neue Atemschutzgeräteträger hat die Freiwillige Feuerwehr Straubing heuer ausgebildet. Durch die Ausbilder der Zentrumswache wurden Teilnehmer aus den Löschzügen Alburg, Ittling und Zentrum mehrere Tage zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Die sechstägige Ausbildung (30-stündiger Atemschutzgrundlehrgang), mit einer schriftlichen Abschlussprüfung und einer praxisnahen Übung in einem unbekannten verrauchten Objekt wurde interessant gestaltet und begleitet durch den Fachbereichsleiter Florian Kiermeier, seinem Stellvertreter Andreas Nachtwey sowie Tim Bachl und Dominik Schmelzer.  

In dem Theorieteil, in dem zum Beispiel auch die Funktionsweise des menschlichen Atemsystems oder der Aufbau eines Pressluftatmers und der Maske erklärte wird, ging es zur umfangreichen Praxisschulung. Besonderer Wert wurde bei der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger auf den sicheren Umgang mit dem Gerät gelegt, nicht nur im Einsatz, sondern auch beim Zusammenbau und Rückbau zur Wartung/Wiederbefüllung. Der erste Grundgedanke der Feuerwehr, Eigenschutz und sicheres Vorgehen, bei gleichzeitigen „sauberen und zügiger Arbeit“, wurde immer wieder herausgestellt. Die Zentrumswache bietet für Atemschutzlehrgänge ideale Voraussetzungen. In der Übungshalle finden sich neben der „Kriechstrecke“ eine Endlosleiter, Laufband und Schlaghammer (?) sowie acht Stockwerke, die am Schlauchturm bestiegen werden müssen.

Kondition und Ausdauer (die auch bei der ärztlichen G26-Prüfung im Vorfeld abgeklärt wird) sind neben Volljährigkeit und abgeschlossener Feuerwehr-Grundausbildung unbedingte Voraussetzungen. Neben technischen Daten und Fachwissen beim taktischen Vorgehen, wurde in der Ausbildung viel und immer wieder auf die mentalen Belastungen eingegangen und schrittweise der Druck auf die Teilnehmer erhöht.

Ergänzt wurde das Ausbildungsangebot durch die richtige Handhabung von Hohlstrahlrohren, Rauchvorhang, Halligantool und weiteren Hilfsmitteln, denn auch mit diesen Geräten muss der AT-Träger richtig umgehen können.

Beim erfolgreichen Abschlusstag konnten dann alle in Theorie und Praxis unter den wachsamen Augen von Stadtbrandinspektor Michael Schießl, stell. Zugführer LZ Zentrum Michael Englberger, den beiden Zugführern vom LZ Alburg Michael Schönauer und Robert Speiseder und dem stell. Zugführer vom LZ Ittling Thomas Stierstorfer ihr Können unter Beweis stellen. So mussten sie Menschen (simulierte schwere Puppen und „schreiende Feuerwehrkameraden“) retten, psychisch belastend auch eine Puppe als Baby. Weiter ging es mit der Brandbekämpfung die mit einer Schrecksekunde „Feuerwehrmann am Boden“ untermauert wurde. Alle Trupps meisterten diese Situation aber hervorragend. Gemeinsam mit dem zu Hilfe eilenden Sicherungstrupp konnte im Innenangriff die „verunglückte Truppfrau“ schnell und sicher aus der Gefahrenzone gerettet werden.

Abschließend hatten die Führungskräfte noch, neben den Glückwünschen, einige Praxistipps für den Einsatz. Jeder Teilnehmer erhielt dann sein neues Schild auf seinen Helm. Durch den Tausch des elfenbeinfarbigen zum schwarzen Schild am Helm ist er nun als Atemschutzgeräteträger erkennbar und einsetzbar.

Text: Reinhard Englberger Bilder: Ulli Scharrer