Florianifest 2026

Florianifest 2026

 

Heiliger St. Florian

„Innehalten, Zusammenkommen, Lachen, Reden ...

...und einfach mal bewusst wahrnehmen, was wir, die große Feuerwehrfamilie, alles leisten“ - Florianifest beim LZ Ittling

Stadtbrandrat Stephan Bachl begrüßte Einsatzkräfte aus allen fünf Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr beim Florianifest, das turnusmäßig am Samstag beim Löschzug Ittling stattfand. 

Im Mittelpunkt desTages stand die Segnung des neuen Mehrzweckboots,das vorallem beim Löschzug Nord im Einsatz auf der Donau stehen wird, durch Pfarrer Stefan Altschäffel, unterstützt von einer Ministrantenschar, von der viele bei der Jugendfeuerwehr sind.

SBR Stephan Bachl durchleuchtete alle Aspekte einer Freiwilligen Feuerwehr und deren Mitglieder. „Feuerwehr ist keine Einzelkämpfer-Sache.“ Es brauche eine Mannschaftsleistung und großes Vertrauen ineinander. „Wenn es drauf ankommt, steht immer einer neben mir und dir.“ Dazu gehöre gelebte Kameradschaft, wie es heute der Fall ist. Aber vergessen sollte man auch nicht das Umfeld jedes Feuerwehrkameraden: die Familie, Partner, Freunde, Arbeitskollegen. Es brauche im Umfeld Menschen, die Verständnis haben und Verständnis zeigen, wenn plötzlich ein Alarm kommt und das Momentane unterbricht. Auch all denen gehört heute ein Dankeschön, betonte Bachl. Besonders hob er die Jugendgruppe, die künftigen Feuerwehr männer und -frauen, hervor. Diesem Dank, für Mitmenschen einzustehen, schloss sich Oberbürgermeister Markus Pannermayr an. MdL Josef Zellmeier überbrachte stellvertretend den Dank der Bayerischen Staatsregierung. Sein Grußwort war bewusst kurz, da ja die Stadt 50 Prozent und der Freistaat ebenfalls 50 Prozent zur Finanzierung bei gesteuert haben. So sei es fair, dem Abgeordneten ebenfalls 50 Prozent an Redezeit zu gönnen. Schmunzelnd machte der OB ein Angebot an MdL Josef Zellmeier. Sollte der Freistaat sämtliche Kosten an der Hauptfeuerwache übernehmen, „dann bekommst du 100 Prozent Redezeit beim Grußwort zur Segnung der Hauptfeuerwache.“ Kreisbrandrat Markus Weber würdigte die gute Zusammenarbeit der Wehren aus Stadt und Landkreis und beglückwünschte die Freiwillige Feuerwehr Straubing zum neuen Einsatzboot.

SBR Bachl übergab die Schlüssel des Feuerwehrboots, für das noch ein Name gesucht wird, an Zugführer-Nord Stefan Färber und dessen Stellvertreter Ralf Färber. Als Ehrengäste waren Martin Doering, kommisarischer Kreisgeschäftsführer des BRK, sowie Ortsbeauftragter Stefan Baier vom THW, Feuerwehrarzt Dr. Albert Solleder und einige Stadträte gekommen.

Nach dem Pfarrer Altschäffel das Mehrzweckboot und die Feuerwehrleute gesegnet hatte, fand der Festgottesdienst in St. Johannes statt. Hier wurde musikalisch eingestimmt: an der Orgel Karin Gänger und an der Geige Feuerwehrfrau Rebekka Karl. In der Predigt ging Altschäffel zuerst auf die Lesung ein, „als Jesus mit im Boot war“. Dann berichtete er von einer gewagten Zusage von Jesus an seine Jünger: „Ihr werdet noch größere Dinge vollbringen als ich. “Das mag überraschen, doch ersagte auch, „Der an mich glaubt, wird es vollbringen.“ Feuerwehrleute glauben und voll bringen Großes, war seine Aussage. Mit der Denkfigur „Herr K.“ von Bertolt Brecht erläuterte der Pfarrer, dass wir uns alle stets verändern müssen, denn wer sich nicht verändert, der schrumpft.

Anschließend ging es mit Blasmusik der Donaumusikanten zur Zugwache, wo der Abend bei einem gemütlichen Essen und Trinken ausklang sowie mit ausgiebiger Begutachtung des neu en Mehrzweckboots.

Text und Bilder: Theodor Huber, Reinhard Englberger